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Reiseberichte

Wadi Gimal - Ägypten

September 2008

        Tauchbasis                                         Hotel


Örtlichkeit
Juhu, endlich Urlaub! Diesmal konnten wir mal wieder  von unserem „Hausflughafen“ Stuttgart abdüsen und landeten direkt auf dem kleinen Flughafen in Marsa Alam. Von dort gab es immerhin auch noch einen 2 ½ -stündigen Bustransfer zu unserem Hotel. Wären wir also in Hurghada gelandet, hätte zumindest einer von uns (nämlich meine Göttergattin) einen „Tobsuchtsanfall“ bekommen, da wir dann ca. 5 Stunden im Bus eingesperrt gewesen wären.

     Wadi Gimal liegt recht einsam an einem unberührten Küstenabschnitt mit einem langen, breiten Sandstrand und einer vorgelagerten gleichnamigen Insel. Entlang der Küste erstrecken sich viele Mangrovenfelder, die zusammen mit dem Wüstengebiet im Hintergrund vor einigen Jahren als Naturreservat geschützt wurden. Lasst euch also nicht unbedingt einfallen einen Unfall zu haben oder eine fiese Erkrankung zu bekommen, mit Krankenhaus etc. ist hier nicht zu dienen.


Hotel
Shams Alam Beach Resort

       Gebucht haben wir diesmal das Shams Alam Beach Resort. Wir wurden im ersten Stock eines Bungalows untergebracht und hatten ein großes Badezimmer, einen riesigen Einbauschrank nebst Tresor und einen Balkon mit Sitzgelegenheiten und der Möglichkeit kleine Wäschestücke aufzuhängen.
Das Zimmer selbst war sehr großzügig geschnitten und da wir uns oben im Haus befanden, hatten wir auch keine normale Decke sondern ein gemauertes Kuppeldach, ganz im maurischen Stil.

    

    Die Nebenwege zum Restaurant sind breit, gut ausgeleuchtet und teilweise großzügig bepflanzt. Der Hauptweg führt am Sandstrand entlang und mündet direkt am Restaurant. Wir hatten mal wieder Halbpension gebucht und können daher lediglich über das Frühstück und Abendessen berichten.






Das Frühstück ist abwechslungsreich und kann im sowie auch außerhalb des Restaurants eingenommen werden. Das Abendessen selbst wird, (zumindest im Sept.) nur auf der Terrasse in Form eines riesigen Buffets angeboten. Das Essen war Klasse! Vielfältig, reichlich, gut gewürzt und das Buffet wurde ständig wieder aufgefüllt. Selbst kurz vor Schluss (so gegen 22.00 Uhr) gab es noch reichlich Auswahl.
Damit keine Langeweile aufkam, gab es auch für Nichttaucher am Strand Unterhaltungsmöglichkeiten.

Tauchbasis
Wadi Gimal Diving Center

     Die der Hotelanlage angeschlossene Tauchbasis wird unter deutsch-ägyptischer Leitung geführt. Sie ist gut organisiert und das Team setzt sich aus europäischen und einheimischen Tauchlehrern und Guides zusammen.
Hinweis für „Tieftaucher“:  Wir  haben festgestellt, dass es sich überwiegend um Flachwassertauchgänge handelt. 33 der insgesamt 40 ausgeschriebenen Tauchplätze befinden sich im Bereich des Wadi Gimal Plateau mit Tauchtiefen von maximal 25 m. Es werden zwar mit Shaab Sharm und Habili Dahara  auch zwei Top-Spots auf der Route der Safariboote angeboten, aber
leider selten (nur bei ruhiger See) angefahren. Dies ist jedoch scheinbar nicht sehr oft der Fall.
Die Basis wurde von uns auch dieses mal wieder deshalb ausgesucht, weil dort überwiegend Bootstauchgänge gemacht werden konnten. Nachteilig finde ich jedoch, dass das Briefing auf den Booten überwiegend nur in englisch stattfand.
2 von den 5 Booten lagen während unseres Urlaubs am Steg, obwohl zu diesen Zeitpunkt nicht sehr viel los war. Man konnte sich also wirklich auf den geräumigen Booten „ausbreiten“. Dass diese Zahl jedoch nicht unbedingt etwas besagen muss, ist den meisten Tauchern sicher bekannt. Die Boote werden, je nach Anzahl der Touristen geordert, es können also auch wesentlich mehr sein oder auch nur ein einziges. Wir hatten diesmal eben etwas Glück, dass die Basis zu diesem Zeitpunkt mit mehr Tauchern gerechnet hatte. Die Crew auf den Booten hat gegen einen Aufpreis ein Mittagessen und Getränke (Softdrinks und Wasser) zur Verfügung gestellt.
     Auch für unerfahrene Taucher ohne große Kompassnavigationskenntnisse war gesorgt. Bei allen Tauchgängen konnte man sich einer Gruppe, welche von einem Guide geführt wurde, anschließen.
     Das Hausriff ist eher so lala. Eine echte Alternative zu den Bootstauchgängen ist es nicht unbedingt. Doch wenn man auch einmal ausschlafen und trotzdem den Kopf unter Wasser stecken möchte, ist es ausreichend. Ich für meinen Teil fand es gar nicht so „schlimm“ da dort die Sicht genauso „versandelt“ war wie während meiner gesamten Bootstauchgänge. 


Fazit

Hotel: Das Hotel scheint noch sehr neu zu sein und ist auf jeden Fall weiter zu empfehlen. Das Essen war sehr gut und abwechslungsreich. Das Zimmer immer sauber, die Handtücher wurden täglich gewechselt und als Figuren (Schwäne und auch unter Zuhilfenahme meiner Brille als belesene Schildkröte auf dem Bett drappiert.)

Tauchbasis: Das gleiche gilt für die Tauchbasis. Die Inhaber und Angestellten sind hilfsbereit und sehr freundlich. Leider ist kurz vor unserem Besuch ein Sturm über das Tauchgebiet hinweg gedüst. Deshalb war es etwas kabbelig und durch die flachen Tauchplätze befand sich viel Sand im Wasser was die Sicht sehr beeinträchtigt hat.
O
rt:
Die Gegend ist im Moment touristisch noch nicht sehr erschlossen. Wer also seine Ruhe haben möchte, nichts wie hin. Doch denkt dran: Auf keinen Fall in Hughada landen sondern in Marsa Alam.



El Gouna - Ägypten

September 2006 - Unterwasserbilder im Album




Örtlichkeiten
      El Gouna - Die exklusive Lagunenanlage wurde vor 17 Jahren künstlich angelegt.,doch bei vielen Urlaubern steht sie hoch im Kurs und ist heute eine lebendige, kleine Stadt umgeben von türkisfarbenen Lagunen.
     El Gouna ist ein El Dorado für verschiedene Wassersportarten, insbesondere Tauchen. Im Gegensatz zu Hurghada sind die Riffe noch nicht so überlaufen. Wer Glück hat, kann vielleicht (wie wir dieses Jahr am Tauchspot Dolfin Reef) eine Gruppe Delfine beobachten.

      Was auch noch sehr geschickt ist, dass alle Gäste von El Gouna von dem Shuttlebus und den Shuttlebooten profitieren. Damit lassen sich so ziemlich alle Örtlichkeiten schnell und günstig erreichen (das Ticket kostet momentan 15 L.E. für eine Woche [Stand Sept. 2006]). Diese sind zwar nur mit Holzbänken ausgestattet, aber das genügt für die kurzen Strecken und dadurch ist man einfach herrlich mobil und muss nicht unbedingt ausschließlich seine ganze Ferienzeit in der Hotelanlage verbringen.


       El Gouna besitzt ein gut ausgestattetes Krankenhaus welches sogar einen Zahnarzt, eine Dekompressionskammer und eine Apotheke beinhaltet, so dass man nicht unbedingt wegen eines Unfalls oder Krankheit extrra nach Hurghada fahren muss, wie wir dieses Jahr feststellen konnten da bei uns ein kleiner Tauchunfall passierte. Wobei man unbedingt bemerken muss, dass uns die Leitung nebst den Mitarbeitern der Tauchbasis mit Tat und Rat (vor allem bezüglich diverser Dolmetschereien mit den Ärzten) hilfreich zur Seite standen.

Hotel
Three Corners Ocean View
Untergekommen sind wir in der Hotelanlage Three Corners Ocean View  welche wir deshalb ausgewählt haben, da dort sich auch die Tauchbasis befindet bei der wir unsere Tauchgänge  gebucht haben.
     Wir hatten ein großzügig geschnittenes Zimmer mit einem großen Badezimmer und einer riesigen Terrasse von welcher aus man einen schönen Ausblick auf den Hafen mit seinen Luxusyachten hatte. Das Personal war ingesamt sehr nett und hilfsbereit. Die Zimmer wurden täglich gereinigt und ab und zu machten die dienstbaren Geister auch schöne Gebilde aus den Handtüchern (z.B. Schlangen die ein Herz bilden).
     Das Essen war jetzt nicht mit einem 5 Sternehotel  zu vergleichen, aber es war essbar und es war zu jeder Zeit genügend da und wurde immer sofort wieder aufgefüllt. Wir haben das Essen immer nachgewürzt, da es uns doch ein wenig lau gewürzt war. 
     Zur Poolanlage können wir leider nicht viel sagen, da wir den ganzen Tag beim Tauchen waren und uns somit auf dem Meer „herumgetrieben“ haben. Als wir so gegen 17 Uhr vom Tauchen zurück gekommen sind, war sie allerdings noch immer sehr belebt.




Tauchbasis
     Blue Brother Diving - Die Rezeption (geöffnet ab 9.00 Uhr), Schulungsräume und die Bar (zwecks abendlichem Tauchertreff) sind gesondert von den Trockenräumen und dem Bootsanleger untergebracht. Was nicht unbedingt von Nachteil ist, da der Trubel der zurückkommenden Taucher nicht unbedingt die lernwilligen Neulinge behindern soll.

    Der Ablauf der Tauchgänge ist immer gleich. Man trifft sich um 8 Uhr am Anleger bei den Tauchbooten. Dort stehen dann schon die Tauchguides mit den Listen auf welchem Boot, welcher Taucher eingeteilt ist. An Bord richtet man als erstes sein Tauchgerät, also befestigt sein Jacket und schließt den Automaten an. Wenn dann alle fertig sind, wird die Taucherliste noch mit den Tauchern an Bord abgeglichen, um festzustellen, ob auch alle an Bord sind. Danach geht es auch schon los. Ach ja, Nitrox steht kostenfrei zur Verfügung.

      Das Team besteht fasst ausschließlich aus Divemastern und Instruktoren. Diese haben genügend Taucherfahrung im Roten Meer um den Tauchern und Fotografen die Verstecke der interessanten Tiere zu zeigen.  Was auch noch klasse ist, die Guides sind alle mehrsprachig und man hat als „Englischmuffel“ auch noch das große Glück, dass fast alle mehr oder weniger gut deutsch sprechen. Dies führte vor allem bei den Breevings unseres Guides Wael, welche er mit Gemüse das er dem Koch gerade gemopst hatte (Kartoffel = großer Korallenkopf, Aubergine = kleine Riffwand, Tomate und Zwiebel = kleine Korallenblöcke), zu großem Gelächter, aber es waren wohl die besten Breevings die ich in 20 Jahre bekommen habe, da wir es dadurch ja in 3D gezeigt bekommen haben und so die Örtlichkeiten besser als auf gezeichneten Karten aufnehmen konnten.

       Die Boote sind schön groß und sehr gut ausgestattet. Auf jedem Boot besteht die Möglichkeit etwas zu Mittag zu bekommen. Das Essen welches die Crew immer frisch zubereitet ist sehr gut und nach dem zweiten Tauchgang bekommt jeder sogar noch ein kleines „Dessert“ serviert. Wenn Ihr rechts auf das Boot klickt, könnt Ihr einen virtuellen Tauchgang mit uns, im Roten Meer bei El Gouna im Sept. 2006, absolvieren.


       Die Tauchplätze sind bezüglich der Korallen noch sehr gut erhalten und man hat sogar noch mit viel Glück die Chance mit Delfinen zu tauchen. Auch sieht man so ziemlich bei jedem Tauchgang Riesenmuränen, Drachenköpfe, Krokodilfische und vieles mehr. Ab und zu tauchen auch noch große Schildkröten oder Stachelrochen auf um einen bei der Unterwassererforschung zu begleiten. Auch krabbelt viel Kleingetier über die großen Sandflächen z.B. Einsiedlerkrebse in schönen Häusern oder diverse Red-Sea-Walker welche dann doch ziemlich urig aussehen. Selbst für Schnecken-, Sepia- und Krakenfans gibt es einiges zu entdecken was vor allem den Unterwasserfotografen- oder filmern ziemlichen Spaß macht. Auf unserer Startseite könnt Ihr an einem Tauchgang virtuell Teilnehmen, Unterwasserbilder findet Ihr im Album. Einfach hier oder Bild oben mit der Krake anklicken.


Fazit
Hotel:   Ein gutes Mittelklasse-Hotel in dem man in seinem Urlaub gut untergebracht ist.
Tauchbasis:   Nette Menschen, empfehlenswert für entspanntes Tauchen.
Ort:   Alles in Allem gesehen lohnt sich ein Urlaub in El Gouna wobei allerdings bemerkt werden muss, dass die Bautätigkeit bei weitem noch nicht abgeschlossen ist und daher nicht abgeschätzt werden kann, wie sich der Ort weiterhin entwickelt.






Emirat Sharja - Khor Fakkan
Vereinigte Arabische Emirate
September 2004


Örtlichkeiten
     Sharjah – Wir sind mal wieder ab Frankfurt geflogen. Unsere Zwischenladung fand in Bahrain statt und von dort aus ging es nach Dubai. Abgeholt wurden wir  dort mit einem schicken neuen Geländewagen. Das Emirat gehört zu den großen Emiraten. Es reicht vom Persischen Golf im Westen bis zum Golf von Oman im Osten, hat also zwei Küsten. Was absolut faszinierend ist, sämtliche Straßen (auch die Autobahnen) sind komplett beleuchtet. Das hatte bei unserer Anreise allerdings zum Glück den Vorteil, dass man auch bei Nacht sehr gut sehen kann. Hatten wir doch nicht gleich einen Reifenplatzer und mussten mitten in der „Pampa“ beim Reifenwechsel helfen, da unser Fahrer leider davon nicht sehr viel Ahnung zu haben schien.

     Die Stadt Khor Fakkan selbst bietet ziemlich europäisch anmutende Einkaufsmöglichkeiten. Wir fanden einen großen Supermarkt in welchem es von der Butter bis zu den Schuhen alles gibt was das Herz begehrt. Wobei meine Holde schon wieder plante einen zusätzlichen Koffer zu besorgen, da dort scheinbar ein so genannter „Sommerschlussverkauf stattfand und man sogar Lederschuhe zu einem Dumping-Preis kaufen konnte (Weiber!!). Darum kam ich Gott sei dank herum, hätte sich aber bei dem einen oder anderen Artikel auf jeden Fall gelohnt.

     Die Einheimischen Frauen laufen dort tief verschleiert herum und auch uns wurde empfohlen nicht in kurzer Kleidung (Shorts mit einem T-Shirt) in der Öffentlichkeit herum zu laufen. Vor allem bei den Frauen sollten die Schultern und Knie bedeckt sein.

     Auch beim fotografieren sollte man etwas vorsichtig sein. Einheimische Frauen geht gar nicht, öffentliche Gebäude und Personen in Uniform nur mit Erlaubnis.

Hotel
     Khor Fakkan - The Hotel Oceanic. Wir hatten im 3-Sterne-Hotel Oceanic gebucht. Unser Zimmer (ziemlich groß allerdings mit Teppichboden ausgelegt), lag im 5.Stock mit einer wunderschönen Aussicht auf das Meer.

     Über das Essen kann man auch nicht meckern. Das Buffet war jeden Tag sehr dekorativ aufgebaut, die Speisen abwechslungsreich und Bianca hat sich mal wieder jeden Abend so kopfüber in den Nachtisch gestürzt, dass sie binnen kurzer Zeit mal wieder die beste Freundin des Kochs war (na ja sie ist auch, was Desserts angeht, ein ziemliches Schleckermäulchen).

     Es sollte aber bemerkt werden dass (Stand 2004) es in weitem Umfeld das einzige Emirat war, in welchem auch in den Hotels oder Bars kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte.

 
   Unser zum Hotel gehörender Strandabschnitt war einfach klasse, sehr sauber (kein von den vorbeiziehenden Tankern abgelassenes und angeschwemmtes Altöl, wie wir es in den anderen Buchten sehen konnten bzw. erzählt bekamen) und weit und breit mit seinem feinen weißen Sand der schönste. Was zur Folge hatte, dass auch von den anderen Hotels immer wieder Badegäste mit einem Bustransfer ankamen um diesen zu genießen.
Wir können allerdings sagen, dass zu dieser Jahreszeit der Strand, da in den Hotels nicht viel los ist, unter der Woche teilweise fast komplett leer war und man sich nicht um irgendwelche Liegen oder Sonnenschirme mit anderen Gästen „prügeln“ musste. Wobei das auch nicht nötig gewesen wäre, da die dort angestellten Mitarbeiter genau darauf achteten welche Liege bzw. welcher Sonnenschirm bevorzugt wurde und diesen schon in aller Herrgottsfrühe durch Handtücher reserviert haben. Nur am Wochenende wurde es etwas voller da auch die dort im Umkreis Beschäftigen dann zum relaxen oder tauchen eingetrudelt sind.

Tauchbasis
     D
ivers Down - Die dem Hotel angeschlossene Tauchbasis ist in amerikanischer Hand was für uns ziemlich lustig war, da die Betreiber ziemlich schräg drauf waren.

     Die Basis verfügt über mehrere Speedboote, so dass mehrere Tauchgänge am Tag ermöglicht wurden (Nachttauchgänge auf Anfrage). Der erste Tauchgang fand immer so gegen 9.00 Uhr statt, wobei man bereits im Neopren mit der Flasche unter dem Arm über den Strand zum Boot wackelte. Nach Beendigung düsten wir wieder zurück um so ca. 2 Stunden am Strand zu dösen oder etwas zu Mittag zu essen um am Nachmittag den nächsten Tauchgang anzutreten. 

     Leider scheint der September dort nicht unbedingt der ideale Monat zu sein um große Fische zu sehen, da das Wasser sehr warm ist und sich auch viele Schwebeteilchen dort herumtreiben, so dass beim Fotografieren eher das Makro als das Weitwinkel gefragt war.
Dazu einfach zum Album gehen und die Unterwasserbilder anschauen, dort sind auch Unterwasserbilder aus KhorFakkan dabei.
Einfach hier oder Bild rechts anklicken.

     Trotz allem sahen wir dort ganze Felder von den mittlerweile sehr seltenen schwarzen Korallen, viele bunte Schnecken, zutrauliche Muränen (allerdings nur die kleinen) und diverse ziemlich angriffslustige Anemonenfische (was muss meine Holde auch über der Anemone mit den Händen herumfuchteln, da ist es ja nicht verwunderlich, dass sie plötzlich so einen kleinen Fisch am Finger hängen hatte, selbst schuld!!). Auch gibt es das eine oder andere kleine Schiffswrack zu betauchen, welche mittlerweile sehr schön bewachsen sind und von vielen standorttreuen Fischen bewohnt werden. Ein netter Tauchspot ist auch der Autofriedhof, der dort unter Wasser angelegt ist. Auto überflüssig, ab ins Wasser. Eine rießige Fläche voll mit Autowracks.

     Als ewige Erinnerung an den Urlaub ist unser Kater Wurzel ins Leben getreten, da Sie auf der Tauchbasis Katzenbabys entdeckte welche sie am liebsten alle eingepackt und mitgenommen hätte. Das hatte daraufhin zur Folge, dass im Jahr darauf unser Wurzel im Alter von 6 Wochen bei uns eingezogen ist.

Fazit
Hotel:
Besseres Mittelklasse-Hotel, das Essen war sehr gut und der Strand war super.
Tauchbasis: Divers-Down ist eine gut organisierte Basis, schnelle Speedboote, Tauchen leider keine solche Korallenwelt wie Ägypten, hat aber trotzdem interessante Tauchplätze. Siehe Bilderalbum.
Ort: Moderne kleine Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nette, freundliche, hilfsbereite Menschen. Aber bitte beachten, Alkohol ist nicht erwünscht.



Indonesien
Nord-Sulawesi - Manado
September 2002


Örtlichkeiten
     Sulawesi ist eine große Insel welche auch noch aktive und einige inaktive Vulkane besitzt. Die Zwillingsvulkane Lokon und Empung zum Beispiel sind 2001 zum letzten Mal ausgebrochen.

  
   Der Linow-See, welchen wir auf einer vom Hotel aus organisierten Tour besuchten hat einen hohen Schwefelgehalt und an seinen Rändern steigen immer wieder Blasen auf. Seine Farbe wechselt zwischen hellblau, grün und türkis.

     Auch einen Besuch im Tangoko-Naturreservat (ca. 2,5 Stunden mit dem Auto von Manado entfernt) haben wir unternommen. Vorneweg bekamen wir die Instruktionen, lange Hosen, langärmeliges Hemd oder T-Shirt anzuziehen wegen der Stechmücken oder kleiner Krabbeltiere.
Dies hatte natürlich zur Folge, dass wir bei unserem Marsch querfeldein durch die Dschungellandschaft wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und den hohen Temperaturen klatschnass geschwitzt waren. Allerdings nimmt man das gern in Kauf, da wir dort Nashornvögel, Faultiere in den Bäumen und Makaken (= größere Affenart) beobachten konnten. Die Makaken sind durch Anfütterung mit Bananen ziemlich zutraulich und kommen auf den Besucher zu, um ihn genau zu inspizieren.
Nach Einbruch der Dämmerung konnten wir sogar auch Koboldmakis (süße kleine Kerlchen mit riesigen Augen) sehen.
Toll war auch ein Ausflug in die Highlands, wäre bei uns mit einem Ausflug auf das Land zu vergleichen. Der Ausflug startete morgens am Hotel. Der Ausflug geht über mehrere Dörfer und wir machten die erstaunliche Erfahrung, das jedes Dorf sein eigenes Produkt herstellt oder anpflanzt. Also in einem Dorf werden nur Erdnüsse angeplanzt (hier gibt es wohl die einzige Erdnussstatue auf der Welt).

Das nächste Dorf stellt nur Töpferwaren her und das nächste fertigt ausschließlich Holzfertighäuser usw. Der Höhepunkt war ein Marktbesuch in den Highlands. Die Gerüche die hier über bzw. durch die Nase kommen sind ein berauschendes Erlebniss. Frische Gewürze, frisch in Öl frittierte Fledermäuse oder stark verkohlter Hund, hier gibt es alles was das Herz begehrt. Was für uns westliche Touristen natürlich gewöhnungsbedürftig war. Aber diese Tour sollte man auf jeden Fall erleben.



      Manado (Menado) ist die Hauptstadt der Provinz Nord-Sulawesi. Die Stadt liegt in der Bucht von Manado und ist von Gebirgslandschaft umgeben. Sie ist die größte Stadt in Nord-Sulawesi. Der überwiegende Teil der Bevölkerung ist im Gegensatz zum restlichen Indonesien vorwiegend christlich. Was für den normalen Touristen sehr angenehm ist, da keinerlei Kleiderzwang herrscht wie es in den vorwiegend moslemischen Ländern Sitte ist (vor allem was die Bekleidung unserer Damen angeht). Als wir dort waren, haben die Einheimischen so ziemlich an jeder Straßenecke für den Bau einer neuen Kirche gesammelt. Das hatte den Grund, dass diese sind nur für 100 Gläubige ausgelegt. sind. Kommt einer dazu, muss eine neue Kirche gebaut werden, das fanden wir ganz lustig.

Hotel
     Tasik Ria - Das Hotel liegt an der Tanawangko-Bucht, unweit des Bunaken-Nationalparks.
Wir hatten einen eigenen Bungalow mit Veranda welcher sich in der weitläufigen Gartenanlage in unmittelbarer Strandnähe befand. Das Zimmer war hübsch ausgestattet und sehr sauber. Von den Bungalows ist man mit wenigen Schritten am Steg der Tauchbasis.

     Es gibt auch Zimmer um den Pool herum, in kleinen Mehrzimmerhäusern. Die Poolanlage ist sehr stimmungsvoll gebaut und geschmückt. Hier halten sich die meisten Gäste auf. Dies deshalb, da der Strand nicht so der Bringer ist, aber halt vorhanden.

     Das Restaurant befindet sich im Haupthaus und bietet indonesische und europäische Spezialitäten.
Es wird meist als Buffet gespeist. Falls aber  die Hotelbelegung nicht ausreichend ist, wird nach Karte gegessen.
Die hin und wieder stattfindenden Grillabende um den Pool herum sind richtig klasse und stimmungsvoll. Die Tische sind rund um den Pool aufgebaut und es werden einheimische Tänze vorgeführt.


Tauchbasis
     Eco Divers - Unsere Reise und die Tauchgänge buchten wird von Deutschland aus. Die dem Hotel angeschlossene Tauchbasis bietet Anfängern wie auch erfahrenen Tauchern individuelle Betreuung, zum Beispiel die Schiffscrew. Das Tauchgerödel wurde mal wieder an der Basis in die obligatorischen Kisten verstaut.
Dieses verbleibt ab dem ersten Tauchgang ständig auf dem Boot und die Jungs haben während des gesamten Tauchurlaubs das Tauchgerödel betreut und sogar an die Flaschen montiert. Selbst die Anzüge, welche auf dem Boot bleiben, werden von den Mitarbeitern regelmäßig in Süßwasser ausgespült. Dass man nicht noch in die Tauchanzüge wie eine Anziehpuppe gesteckt wird, ist alles. Zum Zeitpunkt unseres Besuches, war auch ein Entwicklungsservice für Dia-Filme der Basis angeschlossen.

     Das Tauchgebiet, die Unterwasserlandschaften des Bunaken-Nationalparks, konnten wir mit großzügig ausgestatteten Booten  besuchen und fanden dort noch eine vollkommen intakte Unterwasserlandschaft vor. Endlich hatten wir mal wieder traumhaft große Korallenfelder, Massen von bunten Fischen und viele kleine Krabbler oder Kriecher, also alles was das Herz eines Tauchers begehrt. Wir hatten bei fast jedem Tauchgang Haisichtungen, mal näher mal ferner, so dass es uns zum Ende des Urlaubes als ganz normal erschien, krass was? Einfach hier oder auf Bild rechts klicken.

     Auch in der Meeresstraße von Lembeh haben wir unser Unwesen getrieben und dort ziemlich bizarre Unterwasserbewohner entdeckt. Wenn man abtaucht, denkt man erst, was soll hier auf dem dunklem Sandgrund leben?
Aber man findet wirklich tolle und aufregende Unterwasserbewohner. In Lembeh mussten wir zwar von einem kleinen Boot aus tauchen, aber die Unterwasserweld hat uns dafür entschädigt. Also für Fotografen und Filmern einfach ein Traum. Unterwasserbilder im Album.

Fazit
Hotel: Wenn man in einem Hotel gut untergebracht ist, dann hier. Kein Luxuszimmer aber sauber und ordentlich. Die Angestellten sind sowieso, dass sind glaube ich alle Einwohner, hilfsbereit, freundlich und immer lächelnd. Das Essen war einfach super.

Basis: Es gibt hier eigentlich nichts negatives zu finden. Für rein deutschsprachige Gäste sind vielleicht einzig die englischen Briefings ein wenig von Nachteil. Aber meist findet sich ein Gast der evtl. Übersetzen kann.
Ort: Die Insel mit ihren Bewohnern ist einfach einen Besuch wert. Nein, sogar mehrere Besuche. Die Einwohner waren immer freundlich und hilfsbereit. Könnt ihr euch z.B. vorstellen in Deutschland einfach in einen Handwerksbetrieb oder eine Firma zu spazieren und es nimmt sich spontan ein Angesteller Zeit, einem die Firma zu zeigen und die Produktion zu erklären?


Filitheyo – Malediven
September 2001

Örtlichkeiten
     Filitheyo – Wir Verrückten haben diese wirklich hübsche kleine Insel, welche zu den Malediven gehört, von Frankfurt aus am 12. September 2001 angeflogen. Wer nicht gleich darauf kommt, der 11. September 2001 ist ein Tag der die Welt verändert hat. Mann, war das ein blödes Gefühl. So leer haben wir diesen Flughafen noch nie gesehen und selbst die Mitarbeiter der Airlines waren bezüglich der sich ständig ändernden Sicherheitsbestimmungen sehr verunsichert. Mal war dieses erlaubt, wenige Minuten später war es wieder verboten. Zum Beispiel ist unsere Nagelschere mit der Crew geflogen und wurde uns erst in Male (Flughafen) wieder übergeben.

      Wir hatten eigentlich einen total überfüllten Flughafen Frankfurt erwartet. Aber ganz das Gegenteil war der Fall. Es waren zwar alle Flüge in den Westen gestrichenworden, aber die Passagiere sind alle in Frankfurt, zum großen Teil in Privatunterkünften also  bei hilfsbereiten Frankfurter Bürgern, untergekommen. Nun aber zu unserem Reiseziel, dass uns aus dieser problematischen in eine traumhafte problemlose Welt entführte.

    

       Filitheyo liegt als einzige „Touristeninsel“ im Nord-Nilandhu-Atoll und ist ca. 120 km vom Flughafen in Male entfernt. Von diesem Flughafen aus geht die Reise mit einem kleinen Wasserflugzeug weiter.
Wenn man am "Wasserflugzeughafen" in das Gebäude läuft, kann man eigentlich sofort die Schuhe ausziehen, denn ab jetzt bestehen alle Wege nur noch aus feinem Sand. Selbst unsere Piloten kamen barfuß daher und sind auch so geflogen (siehe Bild oben rechts). Es war ein wunderschöner Flug, da die Aussicht auf die Atolle von oben einfach toll ist. Das Flugzeug landete bzw. wasserte dann in einiger Entfernung von der Insel mitten im Meer und man wird mit einem Dhoni (Boot) von dort abgeholt.

      

Hotel
      T
he Spa at Filitheyo – Das „Hotel“ besteht aus Bungalows und Wasser-Villen. Wir hatten einen Bungalow welcher sehr romantisch unter Palmen fast direkt am Strand stand. Dieser war sehr gemütlich eingerichtet und bestand aus einem Zimmer mit Doppelbett und Einbauschrank.



Das Highlight aber war das halboffene Badezimmer. Das Waschbecken und die Toilette waren überdacht die Dusche jedoch befand sich unter freiem Himmel! Neben der Dusche befand sich auch noch ein winziger Garten (das Duschen unter Sternen und Palmen ist wirklich sensationell, vor allem wenn man unter der warmen Dusche steht und ein Platzregen gleichzeitig auf einen herunterprasselt). Und aus der Bungalowtür raus und am Traumstrand stehen, an dem man keine Liegestühle reservieren muss, da man so gut wie alleine ist (siehe Bild).


  

      Auf der Inselmitte befindet sich ein Restaurant in welchem die Hauptmahlzeiten eingenommen werden und 2 Bars. Es gab immer ein reichhaltiges Buffet, teilweise mit einheimischen Spezialitäten (laut meinem verfressenen Etwas „sehr lecker“) und teilweise europäischer Küche. Und wie immer bestehen alle Wege dorthin aus feinem Sand und selbst der Boden im Restaurant beseht aus diesem.
Angesagt ist unserer Meinung nach jedoch Vollpension (wir hatten Halbpension) .
Man bekommt ausschließlich hier etwas zum Essen oder Trinken (man verlässt ja die Insel nicht kurz für einen Restaurantbesuch). Es könnte sonst unter Umständen etwas teuer werden.
Am Abend sitzt man dann gemütlich in einer Bar , nimmt ein oder zwei Getränke zu sich und hat mit den anderen Tauchern immer etwas zum reden,  wir wären ja keine Taucher, wenn es nicht so wäre.



Tauchbasis
     Diving-Center Werner Lau – Die Basis besteht aus 2 Häusern (in einem die Rezeption bzw. Empfang usw. und im anderen sind Technik, Flaschen, Mietausrüstungen usw. untergebracht).
Getaucht werden kann zwischen 6 Uhr morgens (für ganz Verrückte „Early-Morning-Dive“) bis 20 Uhr abends (für die Nachttauchgänge, bei uns ging die Sonne so zwischen 17.30 Uhr und 18 Uhr unter und dann war es ratzfatz dunkel).
Ausfahrten fanden 2 x am Tag statt. Zwischendurch kommt kam jedoch zur „Mittagspause“ wieder zurück (deshalb der Tipp mit der Vollpension).
Aufgerödelt wird an der Basis (vor allem geeignet für Leute, welche sich nicht bei Seegang auf dem Boot anziehen wollen), dann werden die Kisten mit dem Rest geschnappt und zu den Dhonis geschleppt. Vorteilhaft ist, dass die Tauchplätze meist nicht weit weg sind und daher schnell zu erreichen sind.
Auch klasse ist, dass man sich die Tauchplätze mit anderen Booten nicht teilen muss, schließlich sind wir ja die einzige Touristeninsel in dieser Gegend.

      Von der Korallenbleiche haben wir an manchen Orten sehr wenig gesehen während es anderswo aussah, als ob sich eine Baustelle unter Wasser befände. Wir hatten überwiegend Strömungstauchgänge (welches einem mir bekannten Menschen - Bianca -nicht so sehr begeisterte). Dafür hatten wir allerdings Großfische satt. So ziemlich bei jedem Tauchgang konnte man Haie sehen. Auch haben uns die großen Schwärme von Fledermausfischen begeistert.


Das Highlight jedoch war unser flachster und längster Tauchgang.   M A N T A S !!!   Und zwar nicht nur ein einzelnes Tier sondern eine ganze Batterie voll.

      N
achttauchgänge haben wir am Hausriff gemacht. Dort sind verschiedene Einstiegsplätze gut markiert rund um die Insel verteilt. Man meldet sich also zum Nachttauchen an, sucht sich einen Einstiegsplatz aus, zieht sich auf der Basis an, schnappt seine Flossen und los geht’s. Auch Besuche beim Hausriff haben sich gelohnt. Dieses ist sehr schön mit Korallen bewachsen was dazu führt, dass viele Fische dort ihren Wohnsitz haben.

Fazit
Hotel:Ein wundervolles "Hotel", die Bungalows liegen romantisch zwischen Palmen direkt am Strand. Die dienstbaren Geister sind, wie scheinbar üblich in Asien, überall und immer nett und freundlich mit einem Lächeln auf den Lippen. Das Essen einfach spitzenklasse. Also absolute  Punktzahl für das Ressort.


Basis:
Hier war auch alles in bester Ordnung. Die Crew immer nett und lustig drauf. Nitrox ist vorhanden, und wenn man einen Nitroxkurs machen möchte, hier ist eine gute Gelegenheit dafür. Die Tauchgänge meist mit Strömung, nicht jedermanns Sache.
Ort: Da man auf dem Atoll gefangen ist, könnte ich mir kein besseres "Gefängnis" vorstellen. Wunderschöne Sonnenuntergänge, romatischer Strand, weißer weicher Sand auf allen Wegen. Einfach alles traumhaft schön.




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